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25.05.2013
 
 
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Vom handwerklich geprägten zum mittelständischen Konfektionsbetrieb

Mit der Markisolette auf der Sonnenschutz-Erfolgsspur

Und es gibt sie doch noch, die Erfolgsgeschichten im Rollladenbau, auch wenn die traditionellen Betriebe am Markt derzeit großen Konkurrenzdruck spüren. Unsere wurde im Kreis Wittenberge geschrieben, wobei die Historie bis ins späte 18. Jahrhundert zurückreicht. Denn 1782 wurde einst der Tischlerbetrieb gegründet, dessen Tradition Matthias Köhler heute außerordentlich erfolgreich weiterführt.

Seine Vorfahren waren schon immer „Grenzgänger“ zwischen Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg und auch Köhler wandelt auf diesen Spuren. So siedelte er den Unternehmensstandort im Jahr 1994 vom niedersächsischen Schnackenburg nach Wittenberge in Brandenburg um. Was sich damals noch als handwerklich geprägter, traditioneller Rollladen- und Jalousiebaubetrieb präsentierte, hat sich mittlerweile zum mittelständisch geführten Konfektionsbetrieb gemausert.

„Mein Großvater hat mit der Produktion von Holzrollläden begonnen, mein Vater hat das Geschäft intensiviert und wir bewegen uns heute im gesamten Bereich des Rollladen- und Sonnenschutzhandwerks.“Köhler hat mit seinem Unternehmen in der Tat einen erstaunlichen Wandel durchlebt. Heute beschäftigt er 35 Mitarbeiter, die auf einer Produktions- und Verwaltungsfläche von rund 3.000 Quadratmeter vornehmlich Aufsatzkästen mit Kunststoff- und Aluminiumpanzern konfektionieren. Vornehmlich bedeutet rund 60 bis 65 Prozent des Gesamtvolumens. „Natürlich fertigen wir alle gängigen Varianten für unsere Kunden, sonst hätten wir unsere Position im Markt nicht so festigen können“, so Köhlers persönliche Einschätzung.

Der Markt, das bedeutet für ihn im Bereich der Fertigelemente vor allem Ost- und Norddeutschland, zunehmend dringt man dabei aber auch in westliche und südliche Regionen der Republik vor. Bundesweit ist man bereits mit den selbst extrudierten Rollladenprofilen präsent, deren Fertigung man vor gut sechs Jahren aufgenommen hat. „Für uns ein durchaus gutes Geschäft. Wir liefern einerseits Stangenware an unsere Kunden, können aufgrund unserer technischen Ausstattung aber auch gleich die Panzer arretieren, so dass aus dem Granulat als Ausgangsmaterial hinten gleich der fertige Rollladen heraus kommt.“ Das ist sicherlich nicht jedem Betrieb zur Nachahmung ans Herz gelegt, aber für Köhler macht es in überschaubarem Umfang derzeit noch Sinn. Immerhin fünf Mitarbeiter beschäftigt er ausschließlich im Kunststoffbereich. In Hochzeiten arbeitet man hier dann im Dreischichtbetrieb.

Vor vier Jahren hat Köhler die verstärkte Nachfrage nach Insektenschutzsystemen als Chance erkannt, heute fertigt das Unternehmen den Insektenschutz selbst. „Dabei kamen uns die mittlerweile mehr als 25-jährigen Beziehungen zu Heroal zugute. Denn dort wurde ein System entwickelt, dass sich hervorragend in der eigenen Fertigung umsetzen lässt. Wir können heute nahezu jede Lösung selbst fertigen.“ Ein Umstand, den man auch im Bereich des Sonnenschutzes mittlerweile anwendet.

„Früher haben wir Sonnenschutzsysteme ausschließlich bei namhaften Herstellern zugekauft, quasi als Handelsbetrieb. Mittlerweile fertigen wir zumindest Markisoletten selbst.“ Die Grundlage dafür lieferte die auf der diesjährigen R+T präsentierte Markisolette, die dem Baukastensystem der gesamten Heroal Systempalette folgt. Für Köhler ein ideales Produkt, das ohne aufwändige Lagerhaltung auskommt und sich hervorragend mit dem üblichen Maschinenpark eines Rollladenbauers montieren lässt. Zusatzinvestitionen waren deshalb nicht erforderlich. Das Lieferprogramm beinhaltet mit Ausnahme der Markisentücher alle benötigten Profile und Zubehörteile und setzt sich fast ausschließlich aus Eigenprodukten des Verler Systemhauses zusammen. Als Markisenbespannung eignen sich eine Vielzahl von handelsüblichen Stoffen und Tüchern. Hier gibt Heroal seinen Kunden auf Wunsch Empfehlungen. Blenden und Führungen werden in den üblichen Lagerlängen bereitgestellt, die Zubehörteile sind in Baugruppen zusammengefasst. Das Markisoletten-System gewährt eine Vielzahl von technischen und gestalterischen Optionen. Es ermöglicht die Konstruktion von Fallarm- wie auch von Senkrechtmarkisen. Die Strangpressprofile sind in allen RAL-Farbtönen erhältlich und auch die Kastensysteme der Vorbaurollläden können in allen Farben und Formen verwendet werden. Zusätzlich befindet sich ein ästhetisch ansprechendes Blendensystem mit kleinen Abmessungen im Angebot, das speziell für das System entwickelt wurde. Der durchgängige Aufbau sorgt dafür, dass alle Varianten unter Verwendung der größtmöglichen Anzahl von Gleichteilen einfach und schnell hergestellt und montiert werden können. Alle Varianten sind motorisiert. Einsetzen lassen sich eine Vielzahl von Antrieben der verschiedensten Hersteller.

„Für uns bedeutet die Produktion der Markisolette eine optimale Erweiterung unseres Produktportfolios. Wir können unseren Kunden damit ein System anbieten, das in dem von uns bekannten hohen Qualitätsstandard gefertigt wird. Damit können sie schnell auch auf individuelle Kundenwünsche reagieren, denn von der Bestellung bis zur Fertigung vergehen bei uns nur wenige Tage.“ Köhler zeigt sich zufrieden mit den Neuentwicklungen seines Systempartners im Insekten- und Sonnenschutzbereich, die ihm die Erweiterung der eigenen Produktion um zusätzliche Umsatzträger ermöglicht hat.

architektur+sonnenschutz 11-12/2006

 
 
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